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Vata, Pitta, Kapha - die drei ayurvedischen Doshas und ihr Erscheinungsbild.

Wie in einem Kaleidoskop, kann man im Ayurveda Zusammenhänge aus verschiedenen Blickwinkeln bewerten - eine wichtige Rolle spielt dabei das Prinzip der 3 Doshas.

 

Der Ayurveda unterscheidet drei grundlegende Funktionsprinzipien, die drei Doshas VATA, PITTA und KAPHA. Diese liegen dem Wirken der Natur, dem Körper und seinen Funktionen und seiner Struktur, aber auch den Gefühlen, dem Denken und Handeln zugrunde. Für ein gesundes, harmonisches Leben sollten sich die Doshas, entsprechend der Grundkonstitution, in ausgeglichenem Zustand befinden.

 

Ausgeglichen bedeutet hier, entsprechend der individuellen Konstitution. Ein Vata-Typ wird immer ein Vata-Typ bleiben. Doch kann er sich in einem ausgewogenen Zustand befinden oder in einem unausgeglichenen Zustand, charakterisiert durch die Symptome eines erhöhten Vata: z.B. trockene Haut, Fahrigkeit, Vergesslichkeit, Nervosität, Schlafstörungen usw.

 

Vata

ist das Prinzip der Bewegung und ist verbunden mit dem Luftelement.

Der Herbst, die Jahreszeit der Veränderung, der Stürme und der kühleren Temperaturen, ist Vata zugeordnet.

 In unserem Körper agieren die 3 Doshas miteinander, wobei jedem bestimmte Aufgaben zufallen. So steuert Vata (für Bewegung zuständig) u.a. den Transport der Nahrung durch den Körper und die Aktivität der Gedanken.

 Vata-Typen (Menschen, bei denen das Vata-Dosha dominiert) sind meist recht flink und lebhaft. Sie sind meist beliebt aufgrund ihrer Gewandtheit und Fröhlichkeit und können sich rasch für etwas Neues begeistern.

Wenn das Vata-Dosha unausgewogen ist, können als negative Folgen eine geistige Fahrigkeit und Zerstreutheit, mangelnde Entscheidungskraft, Schlafstörungen, Störungen der Atemwege und Gelenkschmerzen auftreten.

 Das Vata-Dosha ist am beweglichsten. Daher sind Vata-dominierte Menschen auch leicht zu beeinflussen, können aber auch rasch wieder ihre Meinung ändern. Belastungen (Streß) bringt sie rasch aus der Fassung. Sie verlieren dabei leicht ihre innere Sicherheit.

Aufgrund eines leichten Körperbaus können sich bei Vata-Typen Probleme mit der Wirbelsäule und dem Bewegungsapparat bemerkbar machen. Die Haut erscheint oft trocken, fragil, das Haar dünn und brüchig. Allgemein können sich Vata-Störungen, aufgrund der großen Beweglichkeit des Vata-Elements, in vielfältiger Weise in Körper und Geist äußern. Oft klagen sie über kalte Hände und Füße.

Vata-harmonisierend wirken Maßnahmen, die stabilisieren, beruhigen, ohne dabei zu kühlen. Dazu dient z.B. die Farbe Grün, und ätherische Öle wie z.B. Basilikum, Jasmin.

 

Pitta

ist das Prinzip der Wärme und der Energie (Feuer) und verantwortlich für den Stoffwechsel und die "Verbrennung" der Nahrung im Körper. Der Sommer ist die Pitta-Jahreszeit.

 Pitta-Typen wirken sehr lebendig (feurig) und sind oft leicht erregbar. Sie verfügen über einen wachen, scharfen Intellekt, eine starke Eigendynamik und Führungsqualitäten, sind jedoch manchmal auch überkritisch. Sie sind sinnlich sehr empfänglich, da Pitta auch für die Sinneswahrnehmung, speziell das Sehen zuständig ist. Auf Umweltreize reagieren Pitta-Typen eher agressiv, daher leiden sie häufig unter Allergien.

 Zuviel Sonne und heißes Klima machen Pitta-Typen schwer zu schaffen, da sie meist eine helle, empfindliche Haut besitzen. Pittastörungen können sich in gestörter Verdauung (nervöse Magenbeschwerden), Hautreizungen oder Entzündungen äußern. Haut (und Haar) sind oft rötlich, die Haut sehr sonnenempfindlich und tendiert zu Allergien.

 Pitta wird durch Beruhigung und Kühlung reduziert. Dabei hilft die Farbe Blau und kühlende ätherische Öle wie z.B. Lavendel.

 

Kapha

ist das Prinzip der Stabilität und Festigkeit (Erde und Wasser). Kapha-Typen sind so leicht nicht aus der Ruhe zu bringen. Sie wirken ausgeglichen und gemütlich. Sie zeichnen sich durch ein gutes Langzeitgedächtnis aus und haben kaum Probleme mit dem Schlaf. Sie bevorzugen einen geordneten, gemässigten Lebensstil, sind sehr familär und kumpelhaft. Sie besitzen ein liebevolles, freundliches harmonisches Wesen.

Der Körperbau ist eher kräftig, die Haut tendiert zu Fettigkeit, wirkt kräftig und dick, das Haar seidig und dicht. Kapha-Typen besitzen emotionale, geistige und körperliche Kraft und Ausdauer.

 Ein übermächtiges Kapha zeigt sich in einer gewissen Langsamkeit und Introvertiertheit in der Reaktion, auch auf negative Einflüsse, einem Festhalten an dem Althergebrachten und einer Angst vor Veränderung. Dies Tendenz zum Festhalten kann sich auf emotionaler Ebene in einem "Klammern", einer Sammelwut bis hin zur Raffgier, auf der körperliche Ebene in verzögerter Verdauung und Fettansammlung manifestieren. Bei gestörtem Kapha sind daher häufig Gewichts- und Verdauungsprobleme zu beobachten. Auch Verschleimungen der Luftwege können auf gestörtes Kapha hindeuten.

Für einen Kapha-Typen ist es kein Problem, mal eine Mahlzeit zu überspringen. Feucht-kühle Witterung wird vom wärmeliebenden Kapha-Typen als unangenehm empfunden.

 Der Kapha-Typ benötigt eine gewisse Anregung, Belebung, Wärme. Dazu dienen warme Farben, wie z.B. Orange und auch Orangenöl, Mandarine u.ä.

 

Mischtypen

Nur wenige Menschen sind reine Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen. Diese sind aufgrund ausgeprägter äußerer Merkmale, wie dem Körperbau, leichter zu identifizieren.

 Meist aber sind zwei Aspekte annähern gleich stark vertreten. Man spricht dann von Mischtypen: (z.B. Vata-Pitta, Vata-Kapha, u.s.w.). Bei den Menschen, die keine eindeutige Dominanz eines Doshas aufweisen, kann die Balance durch äußere Einflüsse, wie z.B. dem Einfluß der jeweiligen Jahreszeit, eher in eine bestimmte Richtung verändert werden.

 So würde z.B. bei einem Vata-Pitta-Mischtyp während der Vata-Jahreszeit (Herbst) ein verstärkter Vata-Einfluß zu beobachten sein und im Sommer (Pitta-Zeit) eine Tendenz zu erhöhtem Pitta.

 Zum Ausgleich würde man dementsprechend im Herbst Vata-harmonisierende Behandlungen und Produkte (Vata-Öl, Vata-Tee, usw.) empfehlen, in der Pitta-Jahreszeit (Sommer), dagegen Pitta harmonisieren.

 Bei einem reinen Vata-Typen sind aufgrund seiner Anfälligkeit für Vata-Störungen eigentlich immer Vata-harmonisierende Maßnahmen angebracht.

 Bei manchen Menschen sind alle drei Doshas annähernd gleich stark ausgeprägt. (Vata-Pitta-Kapha-Typ oder Tridosha-Typ).

Hier verfährt man ebenfalls entsprechend den aktuellen Bedürfnissen, bzw nach der Jahreszeit.

 

Einmal Vata - immer Vata, einmal Pitta - immer Pitta.

Wie bei den Jahres- und Tageszeiten gibt es auch im menschlichen Leben einen Zyklus, nach dem die verschiedenen Lebensabschnitte den entsprechenden Gesetzmässigkeiten folgen. So ist die Zeit von der Geburt bis zum Erwachsen werden dem Kapha-Prinzip zugeordnet, der mittlere, aktive Lebensabschnitt dem Pitta-Prinzip, und das Alter dem Vata-Prinzip.

 Jedoch der individuelle Konstitutionstyp ist von Geburt an festgelegt und ändert sich nicht.

 Die Maßnahmen des Ayurveda zielen darauf ab, entsprechend dem individuellen Konstitutionstyp einen ausgeglichenen Zustand zu erzeugen und aufrecht zu erhalten. Das bedeutet: einen Vata-Typ, bei dem das Vata-Dosha ausgeglichen ist, einen Pitta-Typ mit Pitta in Balance, usw.

 

Bestimmung des Konstitutionstyps

Allgemein bekannt ist vor allem die traditionelle ayurvedische Pulsdiagnose. Dieses Verfahren ist zwar erlernbar, aber dem Arzt, Heilpraktiker bzw. Ayurveda-Therapeuten vorbehalten.

 Für die Arbeit im Kosmetikinstitut erfüllt eine einfachere Form der Konstitutionsbestimmung OHNE Pulsdiagnose durchaus ihren Zweck.

Zur Behandlung des Hautzustandes und zu einer Harmonisierung ist es im Allgemeinen ausreichend, die äußerlich erkennbaren Merkmale zur Bewertung der Konstitution heranzuziehen.

 Dabei kommt uns zugute, das man in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise auch bei Berücksichtigung einzelner Merkmale, z.B. der Haut, der Nägel, der Haare, des Körperbaus immer Rückschlüsse auf den Gesamtzustand ziehen kann.

Ein Konstitutionstest kann wertvolle Hinweise zum Verständnis des Konstitutionstyps liefern.

 

 

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